Volker Viehoff

Petition für Neues Geld in Österreich

Kay Voßhenrich hat darauf aufmerksam gemacht, daß in Österreich ausgehend vom Unterguggenberger-Institut eine Petition für Neues Geld gestartet wurde. Unterschrieben hat unter anderem bereits Erwin Wagenhofer, dessen Film “Lets make Money” ja derzeit einige Wellen schlägt:
http://www.neuesgeld.org/petition

Die Petition richtet sich explizit an den österreichischen Gesetzgeber, könnte aber möglicherweise Inspiration sein, daß wir uns auch in der Schweiz oder Deutschland in unseren Regionen an Kommunen (deren Räte meist ebenfalls einen Petitionsausschuss haben, an den sich jeder wenden darf) oder Landesregierungen wenden oder gar etwas Ähnliches auf Bundesebene angestossen werden könnte.

Sowas sollte gut bedacht und geplant sein, schließlich nützt eine Unterschriftenliste, auf der sich (beispielsweise) 300 Leute befinden, für die Bundesebene nicht wirklich viel. Denkbar wäre aber, daß jene, die Kontakte zu Mehr Demokratie e.V. oder zum Omnibus für Direkte Demokratie haben, diese pflegen, um aufbauend auf der dortigen Erfahrung mit Direktdemokratischen Maßnahmen irgendwann eine professionelle
Petition auf die Beine zu stellen.

>> PDF-Download der Petition

Ein Kommentar zu “Petition für Neues Geld in Österreich”

  1. Webmaster Kannwasam 07.11.2008 um 23:23

    Ende 1995 gab es schon mal eine Petition beim Deutschen Bundestag mit folgendem Text:

    “Mit der Petition wird eine gesetzliche Regelung gefordert, mit der Artikel 14 Abs. 2 Grundgesetz (”"Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen.”") besser zur Geltung verholfen werden soll, indem die durch Guthabenzinsen bedingte Umverteilung von Arm zu Reich z.B. durch eine konstruktive Umlaufsicherung gestoppt werde.

    Der deutsche Staat hat Eintausendvierhundert (1 400) Milliarden Euro Schulden und muss dafür ca. 80 Milliarden Euro Zinsen zahlen. Die Wirtschaft hat noch einmal doppelt so viele Schulden und immer mehr Privathaushalte sind überschuldet. Die Guthabenzinsen, die die Gläubiger erhalten, fließen zu 96% an die reichere Bevölkerungshälfte, 47% an die reichsten 10%, wobei die 200 000 Superreichen nicht mit erfasst sind (Fairconomy 1/2005). So wandern jährlich über 300 Milliarden Euro, mehr als der Bundeshaushalt, von den Arbeitenden zu den Besitzenden.

    Zinsen werden von allen gezahlt, anteilig mit den Steuern und stecken in den Preisen aller Wirtschaftsgüter. Bedient werden damit die Eigentümer großer Anlagevermögen. Das ist eine Umverteilung von unten nach oben, von Arm zu reich, viel mehr als die Einkommensteuerprogression und die Zinsabschlagsteuer ausgleichen.

    Das Zinsgeldsystem verletzt das Grundgesetz, da es eine Minderheit fördert und die Allgemeinheit schädigt. Hilfen dazu können gegeben werden von:

    * Christen für gerechte Wirtschaftsordnung e.V. http://www.cgw.de
    * Initiative für Natürliche Wrtschaftsordnung http://www.inwo.de

    und weiteren unserem Zinsgeldsystem kritisch gegenüberstehenden Gruppen. “

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