Volker Viehoff

Film „Firewall”

Hier ist eine Dokumentation von 1:24 Std, der es in sich hat:
http://www.nuoviso.de/filmeDetail_firewal.htm

Eine Analyse der Weltfinanzkrise im Jahre 1929 gibt Aufschluss über die gegenwärtige Situation am Finanzmarkt. Lyndon LaRouche sagt noch für das Jahr 2008 einen Total-Kollaps der Weltwirtschaft voraus. Dies sei unvermeintlich und gerade aus diesem Grund sollten wir Vorkehrungen treffen, um später nicht im Chaos zu versinken.

Der Film verspricht durchaus Hoffnung und zeigt uns die im Grunde so simple Lösung dieses Problems. Auch wenn der Kollaps des Geldsystems nicht mehr aufzuhalten scheint, ist noch nicht alles zu spät. Von uns Menschen selbst hängt es letztlich ab, wie wir unsere Zukunft gestalten. Doch dafür ist vor allem der Zugang zu Informationen wichtig, um ein umfassenderes Weltverständniss für gegenwärtige Geschehnisse zu erlangen.

3 Kommentare zu “Film „Firewall””

  1. Marcus Bauram 07.11.2008 um 10:44

    Ich habe den Film noch nicht vollständig gesehen, was ich heute nachholen werde. Aber Lyndon Larouche ist mit Vorsicht zu genießen. Er ist ein begnadeter Populist, und seine Thesen sind bisweilen Obskur (Verschwörung des Englischen Königshauses gegen die gesamte Welt u.ä.). Oskar Lafontaine ist jedenfalls ein Weisenknabe gegen ihn. Aber hier wittere ich auch eine Verschwörung… beide fangen mi LA an - was dass wohl zu bedeuten hatß ;-)

  2. Marcus Bauram 08.11.2008 um 0:13

    Nun habe ich den Film gesehen.

    Ich kann verstehen dass man Gefallen daran findet. Dem Chaos der Geschichte, der Gegenwart und der Zukunft eine simple Ordnung überzustülpen ist immer verlockend. Da dass nicht so einfach ist, sollte die Skepsis über die eigene Deutung aber immer noch mitschwingen. Dies lässt dieser Film und vor allem Lyndon Larouche, aber vollständig vermissen. Die Durchtriebenheit des englischen Königshauses zum Bsp. wird als faktisch dargestellt - und alles ist von unsichtbarer Hand gesteuert und gewollt. Dahinter steckt die Bilderberggruppe und natürlich die Rothschilds…

    Nach einigen Stunden der Internetrecherche komme ich zu folgendem vorläufigen Urteil:
    Den “homeowners und bankprotection act” sollte man unter die Lupe nehmen. Meinetwegen auch ander Vorschläge von Larouche. Aber seine Person und Organisationen halte ich für sehr fragwürdig, wenn nicht sogar gefährlich. Was man da so im Netzt findet ist ziemlich abstossend. Jedem der an Larouche interessiert ist empfehle ich folgende Seite:

    http://laroucheplanet.info/pmwiki/pmwiki.php?n=LaRouche.Worldbestforecaster

    Es ist eine Selbsthilfegruppe für ehemalige Larouche Anhänger und Eltern deren Kinder in einer Larouche Organisation aktiv sind.

    Larouche hält sich selbst für den weltbesten forcaster. Für meinen Geschmack geht ihm die notwendige Bescheidenheit und Skepsis ab, die die ganze Welt zur Zeit an Obama bewundert. Ich bin froh das Obama am Ruder ist und nicht Lyndon Larouche.

    Das Motto “Wir sind das geld” ist großartig. Lasst uns die Wissenschaft bemühen ein besseres System zu entwickeln. Mit Neugier, Mut und einer gesunden Bereitschaft zur Skepsis kann man nachhaltig was bewegen. Lyndon Larouche entpuppt sich da für mich als Nullnummer.

  3. citizennetam 08.11.2008 um 11:42

    @Volker Viehoff

    Ich habe mir den Film „Firewall” angesehen und kann ihn nicht empfehlen. Hier meine Rezension.

    „Firewall”, ein Film zu der amerikanischen Gesetzesvorlage von LaRouche

    Inhalt:

    Der Film beschreibt die Hyperinflation Deutschlands, die zum zweiten Weltkrieg geführt hat. Hinter dieser Entwicklung steckt der Plan Englands, seine Weltmacht wieder herzustellen und Deutschland zu vernichten.
    So förderte England auch die Faschistichen Bewegungen in Italien und Deutschland um Europa zu destabilisieren.

    Nach dem Amerika im Bürgerkrieg die Souverenität erlangt hat und England in seinem Einfluß auf die Welt, weit mehr einschränkt, als es Europa getan hat, wird auch in Amerika versucht eine Hyperinflation zu etablieren und das Land zu ruinieren.
    Schwerwiegender als die jetzigen Erschütterungen des Finanzsystems ist dabei die seit Jahren fortschreitende Kanibalisierung der Infrastruktur Amerikas.

    Radikale Forderung: Das jetzige Finanzsystem ist bankrott und nicht mehr zu retten. Man soll es fallen lassen und es ersetzen.

    Forderung: Staatliche Banken sollen vor Bankrott geschützt werden und es soll nicht zu Zwangsräumungen der Häuser kommen.
    Zukünftig soll nur der Staat in der Lage sein, Geld zu erschaffen und somit die Möglichkeit haben, die Geldmenge zu kontrollieren. Dieses Geld soll so von den Banken verliehen werden, daß für Spekulanten kein Provit übrig bleibt.
    Es soll ein Weltweites System im stabilen Wechselkursen zwischen den Währungen geschaffen werden.

    Die neuen Kredite mit Zinsen von 1% bis 2% sollen benutzt werden um Kernenergie, Magnetschwebebahnen und neue Rohstoffe zu entwickeln. Eine Rohstoffknappheit gibt es oft gar nicht.

    Wikipedia zu LaRouche:
    Lyndon Hermyle LaRouche, Jr. (* 8. September 1922 in Rochester, New Hampshire) ist ein US-amerikanischer Aktivist, auf den die Gründung der international vertretenen LaRouche-Bewegung zurückgeht. Seit 1976 bewarb er sich mehrfach erfolglos für das Amt des Präsidenten der Vereinigten Staaten.

    Seine umfangreichen Publikationen zu ökonomischen, naturwissenschaftlichen, historischen, politischen und kulturellen Themen riefen ein äußerst kontroverses Echo hervor: Während seine Anhänger in ihm einen „weltweit führenden Wirtschaftswissenschaftler“ sehen, halten seine Kritiker ihn für einen Antisemiten und Verschwörungstheoretiker.

    Fazit:
    England die Schuld für alles zu geben, würde natürlich mein deutsches Gewissen entlassen, aber so einfach kann man es sich nicht machen.
    Die Forderung das jetzige Finanzsystem zu ersetzen ist sehr radikal, weil es zu einem völlig ungeordneten Übergang führen würde.
    Die Zukunftsvisionen von Atomkraft und Magnetschwebebahnen sind nicht mehr zeitgemäß.
    Die Bewertung der LaRouche-Organisation in Wikipedai bestätigt den Eindruck, den der Film bei mir gemacht hat.
    Allein die Forderung, dass der Staat die Geldmenge regulieren sollte kann ich unterstützen. Die dazu notwendigen Umbaumaßnahmen müssen aber langsam und überlegt durchgeführt werden.

    Ich empfehle diesen Film nicht zu promoten.

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